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Hermannswerder goes Westerwald Sek.II-Chorfahrt nach Hessen
Gott (hardt) und dem (Schön) Herr(n) sei Dank hat der Sek.II-Chor vom 20. – 28. September 2008 den Westerwald zum Singen und Klingen gebracht, acht schöne und zunehmend stimmstressige Konzerte lang. Und die mal mehr, mal weniger zahlreichen, aber stets zahlwilligen Zuhörer haben erstaunt aufgehorcht, was denn da so ein „Schulchor“ aus Brandenburg zu singen und musizieren in der Lage ist, solistisch, kammermusikalisch, doppelchörig. Und die Musikkritiker der Limburger und Weilburger Tageblätter kamen aus dem Wundern nicht mehr heraus...
Das ist jetzt Geschichte, gute und erinnernswerte, weil da eine muntere, fröhliche und ausgesprochen liebenswerte Truppe am Wirken war, angefangen vom Andachtsfrühstück im Speisesaal der Abtei Marienstatt, den zunehmend probenfreien Vormittagen, dem hausmannsköstlichen Mittagsmahlen bis hin zu mitternächtlichen „Begegnungen“ in den „Spielcasinos“ und auf Raucherbalkonen in eben jener klösterlichen Einsiedelei. Deren Ureinwohner, die Zisterzienser-Mönche, staunten nicht schlecht, was da so in ihrem Gästehaus abging, sogar in aller Herrgottsfrühe, wenn z.B. diverse Hermannswerderaner Seelen dem 05.10 Uhr- Laude lauschten. Und Pater Jakob bereitete es großes Vergnügen, wissbegierigen Brandenburgern sein Kloster zu zeigen, u.a. das bombastisch barocke Treppenhaus der Abtei, die kostbare Bibliothek, um da eben mal so an einem Peter Paul Rubens vorbeizuschlendern, der sich eben mal so in einem Klostergang unter die Heiligen Drei Könige gemischt hatte, um den neugeborenen Jesus anzubeten.
Und dann erst die gotische Klosterkirche! Hier hatte Pater Gregor das Sagen, Chorpodestrücken und Altar-Bewahren, während Pater Dominikus für die Gästehausverwaltung zuständig war und die Warnung ausgab, nur ja keinen Schlüssel zu verlieren, weil das Folgekosten von schlappen 30.000 € verursachen könne. Rivka D. muss dieses Signal wohl überhört haben, was am Abreisetag erhebliche Turbulenzen ausgelöst hat, bei dem fast ein Kleinbus und ein Cello verloren gegangen wäre.
Trotz aller Querelen : Der Oberstufenchor hat sich in diesen Tagen zu einer fast verschworen zu nennenden Singgemeinschaft entwickelt, hoch motiviert und selbstkritisch zugleich. Was will da ein Kantor und (charismatischer) Chorleiter mehr?
Die Lim- und Weilburger, Mengershausener, Driedorfer, Nende- und Eisemrother und nicht zuletzt die Hermannswerderaner Partnergemeinde in Ewersbach werden vermutlich ab sofort ihre Kinder zum Singen und Lernen nach Potsdam-Hermannswerder schicken.
Westerwald goes Hermannswerder. Warum auch nicht?
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