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Viva la musica!
Kammermusikabend am Evangelischen Gymnasium
Alle Jahre wieder gehört ein Donnerstagabend im Winter der Kammermusik am Evangelischen Gymnasium. Da kommen dann Waldhörner, Akkordeons, Oboen, Geigen, Bratschen, Blockflöten, Konzertgitarren, Celli, Sologesänge, vor allem aber der vorzügliche, vom Förderverein gesponserte und zwischenzeitlich aufgefrischte Petrof-Flügel zum Klingen. So auch am 7.Februar 2008. Dieser Abend aber, der 12. in Folge (?), hat Musikgeschichte geschrieben, denn nach 160 langen aber durchgängig kurzweiligen Minuten sah man allseits in glückliche, zufriedene und auch zutiefst gerührte Gesichter. Gar stolz schauten die 47 (in Worten: siebenundvierzig!) Mitwirkenden, noch stolzer deren Eltern und Mitschüler, und rundum zufrieden fielen sich die vier Musiklehrer der Schule wechselseitig in die Arme, wobei dabei ein wunderschöner Satz gefallen ist: „Wir kommen uns richtig klein vor!“
Den versteht nur der Dabeigewesene, der z.B. das „semiprofessionelle“ Musizieren (Zitat MAZ vom 09.02.08) des berühmten Doppelkonzertes von J.S.Bach erleben durfte oder das humorvoll-gekonnte Singen der „Vogel-Kantate“ von Jan-Baptiste Mathieu,in der Herr Rabe und Herr Kuckuck mit weiblichem Gefieder in einen amüsanten Wettstreit treten.
Das alles kam gekonnt und frisch von den Lippen, wie fast alles an diesem Abend, und - das sei ausdrücklich herausgestellt – in beachtlicher Musikalität und Vielseitigkeit!
Der Bogen der Musik spannte sich gar weit und reichte von Bach über Händel, Haydn, Weber, Humperdinck, Bartok, Bernstein, Krishna Levy bis zu Kompositionen des Jahres 2007/2008, darunter „Aveugle“ von Cyriakus Bräutigam (Jgst. 13) sowie mehrere köstliche Sprechfugen mit blumigen Titeln wie „Der Zungenbrecher“, „Fuga pathologica“, „Konzertabend“, verfasst und dargeboten vom Musikleistungskurs 12 (Leitung: Matthias Salge).
Am Ende dieses wirklich gelungenen Abends fehlten uns Musiklehrern in der Tat die Worte...
Dafür ging es zwölf Stunden später im Lehrerzimmer sehr lebhaft zu. Da fielen dann Worte wie „toll“, „einmalig“, „kurzweilig“, „sehr gut getimet“.
Ein Geschichts- und PB-Lehrer, der mit seinen zwei (kleinen) Sprösslingen in der 1.Reihe gesessen hatte, brachte es auf den Punkt:
„Eigentlich hatte ich ursprünglich vor, nach der Pause zu gehen, aber meine Kinder haben sich strikt geweigert, weil sie rundum begeistert waren!“
Viva la musica! Und nochmals herzlichen Dank an alle Beteiligten!
Text und Fotos: Andreas Flämig 10.02.2008
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