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Den kenne ich! Den finde ich cool! 9. Hermannswerder Triathlon 200 m Schwimmen - 5 km Rad - 1,8 km Lauf
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Am Donnerstagmorgen, dem 11. September 2008, ticken die Uhren am Evangelischen Gymnasium ganz anders. Schon beim Eintreffen auf dem Schulhof merkt man das. Die Fahrradständer stehen nicht mehr am alten Fleck, rot-weiße Trassierbänder flattern im Wind, die Größe des Bootssteges hat sich vervielfacht, die orangefarbene Wasserwacht ist vor Ort und emsige Helferinnen und Helfer, vor allem aus der Rudow-10a, schleppen Tische und Bänke herbei und schichten Obst, Kuchenstückchen und Getränkebecher („Aber nur für die Finisher!“). Das alles geschieht ohne äußere Hektik, denn die Organisationsmannschaft, allen voran das Team der Sportlehrer, scheint eingespielt zu sein.
Drei willkommene Kurzstunden sind zu absolvieren, dann strömt die gesamte Schülerschaft auf den Hof und teilt sich in zwei Gruppen. Während es sich die „Passiven“ auf Rasen, Bänken oder Schaukeln bequem machen, rücken die ca. 180 „Aktiven“ ihre Fahrradhelme zurecht und reichen an die begleitenden Helfer Handtücher und letzte Instruktionen weiter. Ab 10.00 Uhr ist Herrn Rudows durchdringende Megaphonstimme bis in den letzten Schulhofwinkel zu hören: „Leute, wenn ihr aus dem Wasser kommt, Schuhe anziehen, Helme aufsetzen und auch zubinden!!! Und die Fahrräder werden bis zur Straße geschoben!“
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Um 10.30 Uhr wagen sich die ersten Einzelstarter (z.B. „e 6“) ins Wasser, was einer dreifachen Mutprobe gleichkommt, denn das Wasser stinkt, sieht grün aus und schmeckt auch nicht. Dann darf die frischgebackene stellvertretende Schulleiterin Bettina Grothe den Start-Alarm auslösen, und schon kraulen die beiden Wasserballer Erik und Franz (Jgst. 11) los, erreichen binnen kurzer Zeit Boje 2 (Das Hauptfeld befindet sich zu dem Zeitpunkt gerade mal in Höhe der ersten gelben Markierung). Aber auf dem dritten Platz hält sich hartnäckig ein Starter aus Jgst. 12 ... Von ihm wird noch zu berichten sein.
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Während die letzten Schwimmerinnen und Schwimmer von hilfreichen Händen aus den Havelfluten gehoben werden, sitzt die Spitzengruppe schon längst auf dem Fahrrad, selbstverständlich mit Fußbekleidung und mit festgezurrtem Helm, und sprintet vom Schulhof zu BlauArt, dann via zweier scharfer Linkskurven bis zur Inselspitze und von dort wieder zurück zur Schule. Die „Passiven“ haben zwischenzeitlich Wiese Wiese und Schaukel Schaukel sein lassen und säumen, begeisternd applaudierend, die Radsprint- und die Laufstrecke. Auf beiden Pisten hat sich der bereits erwähnte Starter aus Jgst. 12 längst an die Spitze gesetzt und erreicht auch unangefochten als Erster das Ziel.
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Diesem ersten Wettkampf-Block schließen sich die Staffeln an, getrennt nach Ober- und Unterstufe. So manch Doppel-Starter ist dabei zu entdecken, darunter, das muss unbedingt erwähnt werden, auch ein Lehrer! Alle Achtung, Herr Seebacher! Diese Wertschätzung gebührt aber allen aktiven Teilnehmern, egal, ob sie am Schluss auf dem Siegertreppchen gestanden haben oder auch nicht.
Apropos Siegerehrung: Hier wäre die einzige Kritik am sonst sehr gelungenen 9. Hermannswerder-Triathlon anzubringen. Während die Aktiven aktiv geehrt wurden, wurden die Passiven immer passiver. Zu Deutsch: Sie machten sich zahlenmäßig ziemlich dünne. Dafür gibt es nur ein Wort, und das heißt „unsportlich“. Dabei hatte der Triathlon 2008, auch Dank der vielen Helferinnen und Helfer, ein hervorragendes Timing. Aber ein schöner Satz ist in der Zuschauermenge gefallen, aus dem Munde eines 7.-Klässlers: „Den kenne ich! Der ist cool!“ Gemeint war der bereits erwähnte Starter aus der 12. Jgst.
Gemeint sein könnte aber auch der Hermannswerder-Triathlon insgesamt...
Andreas Flämig
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Fotos: Höfgen
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